Glossar
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BHKW
Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist eine Anlage zur Erzeugung von elektrischem Strom und Nutzenergie in Form von Wärme (Heisswasser, Dampf) und Kälte (Absorptions- oder Adsorptionskälte). Das BHKW wird i.d.R. am Ort eines Wärmenutzers betrieben. Mit BHKW kann auch Nutzwärme/Kälte in ein Nah- oder Fernwärmenetz eingespeist werden.
Der höhere Gesamtnutzungsgrad eines BHKW gegenüber der getrennten Produktion von Strom in zentralen Kraftwerken und der Erzeugung von Wärme in Kesselanlagen entsteht durch die bei der Stromerzeugung unweigerlich entstehende Abwärme direkt am Ort der Stromproduktion. Der Wirkungsgrad der Stromerzeugung liegt dabei, abhängig von der elektrischen Leistung des BHKW, zwischen etwa 20 bei Kleinanlagen und bis über 43% bei Großanlagen. Durch die Nutzung von Strom und Abwärme wird die eingesetzte Primärenergie zu 80% bis über 90% genutzt. Brennwert-BHKW erreichen sogar Wirkungsgrade über 100%. Blockheizkraftwerke können so bis zu 60% Primärenergie einsparen.
Übliche BHKW-Module haben elektrische Leistungen zwischen fünf Kilowatt und fünf Megawatt. Die Module bestehen dabei aus einer motorischen Anlage in Form eines Diesel- oder Gasmotors sowie einem Generator. Unter 15 kW elektrischer Leistung werden BHKW-Module als Mikro-KWK bezeichnet und dienen zur Abdeckung kleinerer Wärmebedarfe.
Das Management der 2e hat Erfahrung in der Planung und Einbindung von motorischen BHKW Modulen von 300 kW elektrische Leistung bis hin zu komplexen Großanlagen bestehend aus 5 Modulen à 4.000 kW elektrischer Leistung und Gasturbinen.
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Bioerdgas
Anderer Begriff für Biomethan.
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Biogas
Produkt des anaeroben biologischen Abbaus organischer Substrate. Enthält ca. 45-70% Methan, 30-55% Kohlendioxid, geringe Mengen an Stickstoff, Schwefelwasserstoff und anderen Spurengasen. In Gesetzestexten und Verordnungen wird mit „Biogas“ das auf Erdgasqualität aufbereitete Biogas bezeichnet. Für das Gas direkt aus dem Vergärungsprozess wird demgegenüber oftmals die Bezeichnung „Rohbiogas“ oder „Biorohgas“ verwendet (Quelle: www.biogaspartner.de).
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Biogasanlage
Eine Biogasanlage erzeugt Biogas durch die Vergärung von Biomasse. Meist wird Gülle und Pflanzensilage in landwirtschaftlichen Biogasanlagen vergoren. Nebenbei entsteht ein als Gärrest bezeichneter Dünger.
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Biogasaufbereitung
Prozess, mit dem Biogas auf die Qualität von Erdgas aufbereitet wird. Um Erdgasqualität zu erreichen, ist insbesondere eine Entschwefelung, Trocknung, CO2-Abtrennung (=Methananreicherung) und die Entfernung anderer Nebengase notwendig.
Am Markt haben sich drei Hauptverfahren für die Aufbereitung etabliert. Dies sind die drucklose Aminwäsche, die Druckwechseladsorption sowie die Druckwasserwäsche. In allen diesen Verfahren wird der Methananteil des Rohbiogases (45-70%) erhöht (bei Erdgas in so genannten L-Gas Gebieten auf ca. 85%, bei Erdgas in so genannten H-Gas Gebieten auf bis zu 99%).
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Biogaseinspeisung
Einbringung von auf Erdgasqualität aufbereitetem Biogas über eine Gaseinspeiseanlage (Hauptbestandteil dieser Anlage sind Verdichter) und einen Gasnetzanschluss in das Erdgasnetz. Die Einspeisung kann dabei je nach Gegebenheit auf unterschiedlichen Druckstufen erfolgen.
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Biomethan
Prozessgas, das nach der Abscheidung von Nebengasen, Verunreinigungen und Restfeuchte am Ende der Biogasaufbereitung vorliegt.
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Contracting
Contracting (englisch die Kontrahierung bzw. adjektivisch vertragschließend) ist die Verlagerung von eigenen Aufgaben auf ein Dienstleistungsunternehmen. In seiner Hauptanwendungsform des Liefer-, Anlagen-, Wärme- oder Energiecontractings bezieht sich der Begriff auf die Bereitstellung bzw. Lieferung von Betriebsstoffen (Wärme, Kälte, Strom, Dampf, Druckluft usw.) und den Betrieb zugehöriger Anlagen.
Nach der DIN8930 Teil 5 wird zwischen folgenden Formen des Contractings im Energiebereich unterschieden:
Energiespar-Contracting auch Performance-Contracting oder (Energie-)Einspar-Contracting genannt.
Energieliefer-Contracting auch Anlagen-Contracting oder Nutzenergie-Lieferung genannt (Fokus der 2e).
Finanzierungs-Contracting auch Third-Party-Financing (TPF) oder Anlagenbau-Leasing genannt.
Betriebsführungs-Contracting oder Technisches Gebäudemanagement genannt
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Dezentrale Energieversorgung
Versorgung von Wärme-, Kälte- und Stromverbrauchern mit Erzeugungs- und Energietransportanlagen aus der unmittelbaren Umgebung der jeweiligen Verbraucher.
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EEG
Gesetz zur Neuregelung des Rechts der Erneuerbaren Energien im Strombereich und zur Änderung damit zusammenhängender Vorschriften (Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG 2009), veröffentlicht im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil I Nr. 49, ausgegeben zu Bonn am 31. Oktober 2008, S. 2074.
Mit dem neuen EEG, das am 01. Januar 2009 in Kraft getreten ist, wird das EEG in der Fassung von 2004 abgelöst. Volltext hier
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EEWärmeG
Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG) vom 7. August 2008, veröffentlicht im Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008 Teil I Nr. 36 vom 18. August 2008, S. 1658. Volltext hier
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Emissionen
Die Abgabe von Stoffen, Energien und Strahlen an die Umgebung durch eine bestimmte Quelle wird als Emission bezeichnet. Häufig handelt es sich dabei um die Abgabe von Schadstoffen bzw. Schadenergien.
Dabei können Stoffe, die durch ihre chemische oder physikalische Wirkung in der Lage sind, Mensch und Umwelt zu schädigen, Schadstoffe in Rauchgasen, Abluft, Abwasser und in festen oder flüssigen Abfällen enthalten sein. Schadenergien können in Form von Lärm, Erschütterungen, Radioaktivität, Mikrowellen, Elektrosmog etc. in festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen übertragen werden. Emissionen sind dabei immer auf eine bestimmte Quelle bezogen, z.B. eine Industrieanlage, ein bestimmtes Produkt (z.B. Verpackung etc.). Die Verhinderung bzw. die Minimierung von Emissionen ist Hauptziel im nachsorgenden Umweltschutz (End of pipe), da hier, im Gegensatz zum Immissionsschutz, nicht die Wirkung von Umweltbelastungen, sondern deren Ursache direkt bekämpft wird. (Quelle: http://www.umweltlexikon-online.de).
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Energiepflanzenanbau
Anbau von Pflanzen, die durch direkten Einsatz oder nach Verarbeitung als Primärenergieträger eingesetzt werden können. Beispiele hierfür ist bspw. Maisanbau für die Produktion von Biogas oder Kurzumtriebsplantagen (bspw. mit Pappeln, Weide, Robinie) für die Holzpelletherstellung.
Bei Einhaltung bestimmter Vorgaben kann der Anbau von Energiepflanzen mit einer Beihilfe von 45 €/ha gefördert werden. Weitere Informationen für landwirtschaftliche Erzeuger finden Sie hier
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Erneuerbare Energieträger
Wasserkraft einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie, Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Deponiegas und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie (Definition aus §3 EEG).
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EU-Richtlinie
Am 7.12.2009 konnten sich Rat und Europäisches Parlament über die Neuerungen einer Gebäudeeffizienzrichtlinie einigen. Zukünftig sollen Mindestanforderungsniveaus für die Energieeffizienz von Gebäuden durch Vorgabe eines konkreten Rechenverfahrens zur Ermittlung des kostenoptimalen Niveaus festgelegt werden. Im Ergebnis bedeutet dies die Vorgabe von Effizieniz-Benchmarks. Nach den Eckpunkten der Richtlinie müssen Neubauten ab 2020 einen festen Anteil ihres Energiebedarfs durch alternative Energiesysteme beziehen. Diese sind: dezentrale Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien, KWK (Nah- oder Fernwärme ganz oder teilweise auf Basis Erneuerbarer Energien) und Wärmepumpen. 2e bietet diese geforderten Versorgungslösungen bereits heute an.
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GasNEV
Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Gasversorgungsnetzen (Gasnetzentgeltverordnung – GasNEV, vom 25. Juli 2005 (BGBl. I S. 2197), die zuletzt durch Artikel 2 Absatz 4 der Verordnung vom 17. Oktober 2008 (BGBl. I S. 2006) geändert worden ist). Volltext hier
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GasNZV
Verordnung über den Zugang zu Gasversorgungsnetzen (Gasnetzzugangsverordnung – GasNZV, vom 25. Juli 2005 (BGBl. I S. 2210), die zuletzt durch Artikel 2 Absatz 3 der Verordnung vom 17. Oktober 2008 (BGBl. I S. 2006) geändert worden ist). Volltext hier
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Kraft-Wärme-Kopplung
Kraft-Wärme-Kopplung ist die gleichzeitige Umwandlung von eingesetzter Energie in elektrische Energie und in Nutzwärme in einer ortsfesten technischen Anlage. Als ortsfest gilt auch eine Anlage, die zur Erzielung einer höheren Auslastung für eine abwechselnde Nutzung an zwei Standorten errichtet worden ist (Definition aus §3 Abs. 1 KWKG).
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Rohbiogasliefervertrag
Der Rohbiogasliefervertrag zwischen 2e und dem jeweiligen Biogaserzeuger regelt alle rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Bedingungen für die Lieferung von Rohbiogas am Ort der Biogasanlage in die Gasaufbereitungsanlage. Wesentlichste Punkte eines Rohbiogasliefervertrages sind:
Vertragspartner
Beginn der Rohbiogaslieferung
Zeitdauer der Rohbiogaslieferung
Max.Bezugsleistung bzw. Mindestabnahmemenge
Haftungsregelungen bei Verfehlung von Mindestmengen
Technische Vorgaben, insb. Rohbiogasqualität
Rohbiogaspreis
Preisindexierung
Abrechnungsmodalitäten
Regelungen bei Unterbrechungen/Störungen
Regelungen zur Grundstücknutzung durch 2e am Standort der Biogasanlage
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Wärmegeführte KWK
Eine KWK-Anlage, deren technische Auslegung und Betriebsführung am Wärmebedarf eines bestimmten Verbrauchers und nicht an dessen Strombedarf ausgerichtet ist. Durch eine wärmegeführte Ausrichtung muss i.d.R. keine Abwärme aus dem Kopplungsprozess verworfen werden. Damit können gegenüber einer stromgeführten Ausrichtung einer KWK-Anlage höhere Nutzungsgrade bzw. Effizienzniveaus erreicht werden.
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Wärmeliefervertrag
Der Wärmeliefervertrag zwischen 2e und dem jeweiligen Wärmekunden regelt alle rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Bedingungen für den korrekten Betrieb der Wärmeversorgung. Wesentlichste Punkte eines Wärmeliefervertrages sind:
Vertragspartner
Beginn der Wärmelieferung
Zeitdauer der Wärmelieferung
Max.Wärmebezugsleistung bzw. Mindestabnahmemenge
Technische Vorgaben
Wärmebezugskosten
Preisindexierung
Abrechnungsmodalitäten
Regelungen bei Unterbrechungen/Störungen
Regelungen zum Eigentum an der Erzeugungsanlage
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Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad ist allgemein das Verhältnis von abgegebener Leistung (Nutzen, bei KWK = Strom und Wärme/Kälte) zu zugeführter Leistung (Aufwand, bei KWK = Brennstoffeinsatz). Arbeiten mehrere Maschinen und Überträger hintereinander (Motor, Generator), so werden deren einzelne Wirkungsgrade zum Gesamtwirkungsgrad der Anlage multipliziert.
Inhalt
- BHKW
- Bioerdgas
- Biogas
- Biogasanlage
- Biogasaufbereitung
- Biogaseinspeisung
- Biomethan
- Contracting
- Dezentrale Energieversorgung
- EEG
- EEWärmeG
- Emissionen
- Energiepflanzenanbau
- Erneuerbare Energieträger
- EU-Richtlinie
- GasNEV
- GasNZV
- Kraft-Wärme-Kopplung
- Rohbiogasliefervertrag
- Wärmegeführte KWK
- Wärmeliefervertrag
- Wirkungsgrad
